backspin_geocachingVor nicht ganz zwei Jahren hab ich meinen ersten Geocache gehoben. Ich glaube, die meisten sollten mit dem Begriff was anfangen können. Wer es nicht weiß: Leute verstecken Plastikdosen mit einem Logbuch irgendwo (z.B. im Wald) und stellen die Koordinaten ins Internet. Andere Leute suchen diese Dosen dann mit GPS-Geräten und tragen sich ins Logbuch ein. Im Internet loggt man seinen Besuch dann auch und bekommt einen Punkt dafür.

Das klingt erstmal nicht so spannend. Für mich ist Geocaching aber trotzdem zu einem wichtigen Hobby geworden. Ich finde es total interessant, weil man immer wieder Orte entdeckt, die man sonst nie gesehen hätte. Selbst hier in meiner Heimat, habe ich mittlerweile Bunkeranlagen und schöne Plätze gesehen, die mir nicht bekannt waren. Bunker und Schluchten gehören sowieso zu meinen absoluten Favoriten. Ich mag es wenn man klettern muss oder Angst bekommt, weil ein Bunker schon total zerfallen ist und man denkt jeden Moment kommen die Betonplatten runter. Auf dem Foto (unten) seht ihr z.B. einen Bunker, in dem ich, mit meiner Taschenlampe bewaffnet, abgestiegen bin. Es handelte sich dabei um einen Schießstand der Nazis. Die Amis haben die Anlage gesprengt und jetzt sind nur noch Überreste da. Es gleicht einem Trümmerfeld. Dadrin nach dem Cache zu suchen, ist echt nichts für Leute mit schwachen Nerven oder Platzangst.

bunker_truemmerfeld_geocache

Geocachen muss aber nichts mit Gefahr zutun haben. Die meisten Caches sind eher ungefährlich und an „normalen“ Orten. Mein weit entferntester Geocache von zu Hause war auf Gran Canaria (4000km). Außerdem war ich noch in Holland, NRW, Bayern und Baden Württemberg cachen. Mittlerweile versuche ich jeden Termin außerhalb meiner Stadt auch zum Cachen zu benutzen.

geocache_gran_canaria

Am Anfang war ich noch etwas faul, aber diesen „Sommer“ hab ich schon über 50 Caches gesammelt. Mein hundertster war gestern dran. Mitten im Schwarzwald in wunderschönen Natur und bei guten Wetter.  😉

schwarzwald_geocaching

geocache_100_schwarzwald

Mir gefällt die Mischung aus „in der Natur sein und gleichzeitig mit technischen Geräten spielen“. immerhin basiert das ganze auf einer Technik des US-Militärs. Das hat schon was. Ich benutzt mein iPhone zum Cachen. Es gibt zwar GPS-Geräte, die etwas genauer sind, aber die sind mir bisher alle zu teuer gewesen und ich hab mit der Genauigkeit bisher selten Probleme gehabt. Kompass und andere Tools hat das iPhone auch onboard und zusammen mit der offiziellen Geocaching-App ist man gut ausgerüstet.

Ich kann die ganze Faszination und Abenteuer gar nicht in einem Blog-Eintrag verpacken. In Zukunft schreibe ich über bestimmte Geocaches und Ereignisse rund ums Cachen extra Beiträge. Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr auch Geocacher? Oder wollt ihr es in Zukunft mal ausprobieren?

Geschrieben von Backspin
Mein Name ist Sam. Ich schreibe seit 2006 mein eigenes Blog. Falls du Kommentare oder Feedback hinterlassen möchtest, mach das bitte per Twitter oder per E-Mail.