google_desktop_3Die US-Buergerrechtsbewegung „Electronic Frontier Foundation“ hat vor der Benutzung der vor wenigen Tagen veroeffentlichten Software „Google Destktop 3“ gewarnt. Die Funktion „Search Across Computers“ ist fuer Datenschuetzer ein grosses Problem dieser Software. Der neue Zusatzdienst gefaehrdet die Privatsphaere der Benutzer.

Ab Version 3 kann man nun auch andere Computer uebers Internet durchsuchen. Natuerlich nicht jeden beliebigen Computer, nur den von Leuten die Google Desktop 3 benutzen und sich einen Account bei Google registrieren.
Sobald man sich angemeldet hat, wird die Festplatte durchsucht und alle Daten stehen fuer alle User die den gleichen Account benutzen zur Verfuegung.
Gedacht ist dieses Feater damit man z.B. von Unterwegs mit dem Laptop auf seinen Daten eines PCs im Buero usw. zugreifen kann.

Das alles waere nicht weiter schlimm, wenn Google die Daten nicht auf seine Server speichern wuerde. Das macht Google damit die Daten auch abrufbar sind, wenn der andere PC ausgeschaltet ist.
Die Staatsgewalt haette im Falle einer strafrechtlichen Ermittlung oder auch einer privaten Klage die Moeglichkeit, per simpler Vorladung, im US-Recht Subpoena genannt, Einsicht auf diese Daten zu bekommen. Zugriff auf Daten am privaten PC zu bekommen, setzt dagegen einen gerichtlichen Beschluss voraus.
Google selbst sagt, dass alle Daten nur temporaer gespeichert wird. Was fuer einen Zeitraum die temporaere Speicherung umfasst, steht nicht genau fest. In der Privat Policy ist jedoch zu lesen, dass die Indizes selbst nach Deinstallation der Desktopsuche oder Loeschung des Accounts noch 60 Tage online bleiben.

Ich selbst habe „Google Desktop“ noch nie benutzt und werde es wohl auch nie tun. Ich finde das Programm ueberfluessig. Wer Ordnung auf seinen PC hat, braucht keine Suche. 😛

Geschrieben von Backspin
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