Dropbox Verschlüsselung mit 7-Zip

Aus gegeben Anlass (Artikel: Datei-Austausch mit Dropbox), erkläre ich hier kurz wie ihr Dateien mit dem kostenlosen Programm 7-Zip verschlüsseln könnt um sie dann in Dropbox zu tauschen. Nachdem ihr das Programm heruntergeladen und installiert habt, wählt einfach eure Dateien aus die ihr verschlüsseln möchtet und macht dann einen Rechtsklick. Geht im Menü auf “7-Zip” -> “Zu einem Archiv hinzufügen…

Es öffnet sich ein neues Fenster. Dort müsst ihr ganz oben einen Dateinamen vergeben. Achtet beim Archivformat darauf, dass 7z ausgewählt ist. Bei “Verschlüsselung” müsst ihr dann ein Passwort vergeben. Hier solltet ihr kein zu kurzes und kein zu einfaches Passwort auswählen. Als Verfahren ist standardmäßig “AES-256” eingestellt, das könnt ihr so lassen. Ihr solltet unbedingt noch das Häkchen bei “Dateinamen verschlüsseln setzen“.

Danach kopiert ihr das neue erstellte 7-Zip Archiv einfach in euren Dropbox Ordner. Das Passwort müsst ihr natürlich euren Tauschpartner zukommen lassen, damit er das Archiv dann entpacken kann. So könnt ihr private und sensible Dateien auf einfache Art und Weise schützen.

Sichere Passwörter mit KeePass

Wenn ich so mitbekommen wie einige Leute ihre Passwörter verwalten, wird mir echt schlecht. Die einen schreiben ihre Passwörter auf und “verstecken” sie dann unter der Tastatur oder im Schrank. Einige nehmen so einfache Passwörter, die sie nicht vergessen können, weil es der Name ihrer Freundin ist oder ihr Lieblingscomputerspiel. Sehr beliebt ist laut Radio auch “123456″. Am besten noch für 100 Accounts das gleiche Passwort verwenden, da kann man sicher sein das man es nicht vergisst! Dabei ist sowas heute gar nicht mehr nötig. Man kann sichere Passwörter haben ohne das man sich tausende Zeichen merken muss.

KeePass ist meiner Meinung nach das beste und sicherste Programm zum verwalten seiner Passwörter. Da es sich bei KeePass um Open Source Software handelt, gibt es das Programm kostenlos zu downloaden. Wenn ihr die Programmoberfläche auf Deutsch haben möchtet, müsst ihr außerdem noch die Deutsche Sprachdatei herunterladen und ins Programmverzeichnis packen. KeePass ist bis jetzt nur für Windows-Nutzer verfügbar, aber es gibt für Mac und Linux User als alternative KeePassX.

Bei KeePass legt ihr ein Master-Passwort fest, dass ihr euch merken müsst oder ihr legt eine Schlüsseldatei an. Mit dieser Schlüsseldatei, die ihr z.B. auf einen USB-Stick speichert, könnt ihr eure KeePass Datenbank dann öffnen. Ich persönlich verwende lieber ein Passwort. Das Passwort habe ich im Kopf und muss mich nicht darum kümmern immer die Schlüssel Datei dabei zu haben. Sich ein einziges Passwort zu merken, ist zumutbar. Bitte wählt hier aber nicht ein zu einfaches Passwort alla “123456″!  ;-)

Ihr könnt in KeePass verschiedene Kategorien/Ordner anlegen in dem eure Passwörter stehen. Wenn ihr z.B. in vielen verschiedenen Foren angemeldet seid, könnt ihr ein Ordner “Foren” machen. Für jedes Passwort könnt ihr einen Titel vergeben, damit ihr es wiedererkennt und wisst zu welcher Webseite/Login es gehört. Außerdem wird natürlich der Loginname und das Passwort gespeichert und ihr könnt direkt die URL zu der Webseite angeben. Als vierte Standard-Zeile habt ihr noch das Feld “Kommentare”. Dort hinterlasse ich meistens die E-Mailadresse mit der ich mich auf der Webseite/dem Dienst angemeldet habe. Sollte dann doch mal irgendwas mit dem Account sein, weiß man noch genau auf welcher E-Mailadresse man den Account registriert hatte. Oder im Fall das man seine E-Mailadresse verliert oder ändern möchte, weiß man dann genau welche Accounts betroffen sind, bei denen man die angegebene E-Mailadresse auch ändern muss.

Ihr könnt euch beim anlegen eines neuen Passworts dafür entscheiden ob ihr das Passwort selbst festlegen möchtet oder ob ihr eins generieren lasst. Für das genergieren könnt ihr verschiedene Voreinstellungen machen z.B. wieviele Zeichen das Passwort haben soll und welche Buchstaben/Zeichen verwendet werden sollen. Ich lasse die Passwörter immer generieren. Man selbst neigt dazu einfache Zeichenfolgen zu verwenden und damit verliert das ganze wieder seinen Sinn.

Wenn ihr ein Passwort angelegt habt, solltet ihr unbedingt immer auf “Datei” -> “Speichern” gehen! Dadurch wird eure Passwort Datenbank inkl. des neuen Passworts abgespeichert. Mir ist es schon einmal passiert, dass ich Windows beendet habe und vorher bei KeePass nicht abgespeichert habe und dann war natürlich beim nächsten Windows start das neue Passwort auch nicht mehr da, weil Windows das Programm einfach beendet hat.

Wenn ihr euch später auf irgendeiner Webseite einlogen wollt, geht einfach ins Login-Formular und geht dann auf den passenden Eintrag in KeePass. Mit “Strg + V” füllt KeePass das Formular im Browser aus und ihr seid eingeloggt! Wollt ihr eingeloggt bleiben, setzt vorher das passende Häckchen, nachdem ihr “Strg + V” gedrückt habt, wird euch keine Zeit mehr bleiben.  ;-)

In KeePass könnt ihr Einstellen ob das Programm die Oberfläche sperrt, wenn es z.B. minimiert wird. Wenn ihr andere Leute an euren Computer lasst oder ihr euren Computer ungesperrt allein lasst, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass KeePass gesperrt ist. Ansonsten können andere Personen ALLE eure Passwörter sehen und sie auch exportieren.

Als letzten bleibt noch zu sagen, dass ihr von eurer KeePass Datenbank unbedingt regelmäßig ein Backup anfertigen solltet! Ist die Datei weg, sind eure Passwörter weg!!! Ihr könnt einfach auf “Datei” -> “Exportieren” gehen um eure Datenbank zu sichern. Die KeePass Dateien im Format .kdb bzw. .kdbx sind verschlüsselt. Mit der Datei alleine kann also niemand eure Passwörter sehen ohne euer Master-Passwort bzw. Schlüssel zu haben. Solltet ihr eure Logins auf mehreren Computern brauchen, ist es sinnvoll sich seine KeePass Datei auf einen USB-Stick zu packen um sie immer dabei zu haben.

Vom Computer generierte Passwörter, sind bei weitem sicherer als sich selbst Passwörter auszudenken. Wer seine Passwörter selbst nicht kennt, der kann sie auch niemanden aus versehen sagen. Denkt, aber bitte unbedingt daran Backups zu machen. Dann werdet ihr mit KeePass keine Probleme haben. Ich habe das Programm schon seit einiger Zeit im Einsatz und bin voll zufrieden.

PC beschützen lassen

Darf ich vorstellen, dass ist mein PC-Beschützer. HAHA! Ich weiß nicht warum, aber irgendwann habe ich dieses Kuscheltier mal an meinen Monitor gehangen, weil es meinen Computer vor bösen Angreifern und Viren schützen sollte. Ist schon Ewigkeiten her…. müssten so 8-9 Jahre sein. Ich glaube, die Figur gab es mal im Happy Meal bei McDonalds. Eigentlich ist es total bescheuert, aber mir gefällt es. Der Standort der Figur ändert sich immer mal wieder. Mal hängt das Vieh am Monitor, mal steht es auf dem Gehäuse des Computers. Wegwerfen möchte ich es jedenfalls nicht, auch wenn ich schon lange aus dem Alter raus sein müsste. :mrgreen:

Naja, wenigstens bin ich vernünftig genug und überlasse dem Kuscheltier nicht alleine die ganze Security-Arbeit. Ich habe natürlich noch einen Virenscanner und eine Firewall und was man so alles braucht eingerichtet.

Falsche Sicherheit in unserem Land

Die meisten Rechenzentren sind heute Hochsicherheitsgebiete. Von außen und innen werden sie per Kameras überwacht. Es sind rund um die Uhr Mitarbeiter vor Ort. Security-Dienste bewachen die Gebäude in der Nacht und innerhalb des Gebäudes kommt man auch nicht so einfach zu den dort stehenden Servern. Man muss sich ausweisen können und Kunde sein um in die Räume zu kommen. Die einzelnen Schränke (Racks), in denen die Server stehen, sind noch einmal extra abschließbar. Einzelne Kunden, die noch mehr Wert auf Sicherheit legen, z.B. Banken mieten eigene Räume oder lassen sich ihre Racks im Raum separat einzäunen. Ein gutes Rechenzentrum lässt sich durch den TÜV oder andere Unternehmen zertifizieren um einen Nachweis zu haben, dass sie Wert auf Sicherheit legen. Auf den Servern liegen natürlich viele sensibele Daten und man kann verstehen, dass die Computer so bewacht werden.

Warum erzähl ich euch das ganze? Am Samstag haben unsere Stadtwerke einen sogenannten “Tag der offenen Tür” gefeiert. Ich bin dort hingegangen und habe u.a. eine Führung durchs Wasserwerk mitgemacht und ich war danach absolut geschockt! In dem Wasserwerk wird die gesamte Trinkwasserversorgung unserer Stadt gesteuert und das Wasser wird in die einzelne Gebiete gepumpt. Jetzt wäre ich davon ausgegangen, dass die Räumlichkeiten dort ebenfalls gut gesichert und bewacht sind, aber das Gegenteil war der Fall. Die Tür des Gebäudes war eine einfach Glastür mit einem normalen Schloss. Es gab keine Kameras und während der Führung stand die Tür ungefähr 2 Stunden lang unbewacht offen. Der Schacht in dem das aufbereitete Trinkwasser gelagert ist, ist nur mit einer einfachen Metallplatte gesichert. Für Terroristen wäre der Einbruch in so ein Wasserwerk das reinste Kinderspiel, aber die Folgen wären sehr fatal. Man kann so eine ganze Stadt innerhalb von 2 Minuten vergiften. Eigentlich sollte das Volk doch irgendwie besser geschützt sein…

Ich bin natürlich kein Freak, der auf Hochsicherheit steht und dafür ist, dass alles und jeder immer per Kamera oder sonst wie überwacht wird, aber es kann doch nicht sein, dass Computer mit virtuellen Daten besser geschützt werden als das Volk? :-|