Plastikpacker

plastikpackerTupperware sollten wir alle kennen. Ich bin praktisch damit aufgewachsen, weil meine Mutter ganze Schränke mit dem Zeug gefüllt hat. Die Brotdose für die Schule, der Trinkbecher, die Müslischüssel… sogar Spielzeug hatten wir von Tupperware. Ich muss sagen, die Produkte sind nicht schlecht. Immerhin haben einige mich in meinem ganzen Leben begleitet und sie sind heute noch in der Küche meiner Eltern zu finden. Komischerweise sehen die Teile nach gut 20 Jahren immer noch gut aus und sind auch eigentlich noch ganz trendig.

Meine erste Tupperparty habe ich im Alter von 8-10 Jahren besucht… was heißt besucht? Ich war sogar sozusagen ein Verkäufer. Ich kann mich aber nicht mehr so genau daran erinnern. Ich weiß nur noch das meine Tante damals Tupperpartys veranstaltet hat und als ich mal bei ihr übernachtet habe, durften wir ihr bei ihrer Vorführung assistieren. Als ich dann ungefähr 16 Jahre alt war, habe ich die erste Tupperparty als Gast erlebt. Meine Cousine war damals die Gastgeberin und ich bin einfach zum Spaß mit zu der Party gegangen, weil ich meine Mutter begleiten wollte. Auf dieser Party habe ich dann auch mein erstes eigenes Tupperware-Produkt geschenkt bekommen. Die Gäste bekommen auf solchen Partys immer eine Kleinigkeit geschenkt. Zwar konnte ich damals noch nichts mit diesen komischen Plastik-Sieb anfangen, aber meine Mutter meinte ich sollte es mir für meinen eigenen Haushalt zur Seite legen. Wahrscheinlich hat sie sich in diese Situation noch nicht vorstellen können, dass ich ca. 1 Jahr später meinen eigenen Haushalt haben würde. So kam es dann aber und ich habe dieses Sieb heute sogar manchmal im Einsatz. Es ist allerdings das einzige Tupperware-Produkt. Ich war seitdem auf keinen Partys mehr und ehrlich gesagt brauche ich das Zeug auch nicht unbedingt. Normale Plastikschüsseln haben zwar keine 30 jährige Garantie, aber sie erfüllen ihren Zweck genauso gut.

Jetzt fragt ihr euch sicherlich wie ich überhaupt auf dieses Thema komme? Tim Reckmann aus Hamm (meiner alten Heimatstadt) hat ein Buch über seine Karriere als männliche Tupperware-Beraterin geschrieben. Es heißt “Plastikpacker” und kann z.B. über Amazon.de bestellt werden. Ich hab mir das Buch direkt von Tim liefern lassen und mittlerweile komplett durchgelesen. Ich war echt überrascht, wie streng organisiert diese Partys sind, was es für Treffen gibt und was man für “Aufstiegsmöglichkeiten” hat. Ich dachte immer diese Partys würden nur Frauen veranstalten, die sonst keinen Job finden und zu viel Langeweile haben. Überrascht war ich auch über die Schwierigkeiten die Tim als Beraterin hatte. Ja, Beraterin… es gibt nämlich offiziell keine Berater. Männer werden von Tupperware nicht ganz so ernst genommen… Ich bin noch ganz schockiert von den letzten Kapiteln des Buches. ^^ Wer mehr erfahren will, sollte sich das Buch kaufen. Es ist ganz gut geschrieben und gibt einen wirklich guten Eindruck über die Tätigkeiten der Beraterinnen. Eine klitzekleine Kritik gibt es allerdings zu dem Buch. Es sind einige Rechtschreib- und Satzbau-Fehler nicht korrigiert worden. Das stört allerdings nicht so besonders beim Lesen und immerhin ist es sein erstes Buch. ;-)

Moderne Umweltverschmutzung

Fast jeder wird schon einmal einen Kaffee, Tee oder einen Kakao aus einem modernen Kaffee-Automaten getrunken haben. Hausfrauen lieben diese Maschinen und auch in vielen Büros sieht man die Dinger immer häufiger rumstehen. Die meisten Leute die diese Automaten (Senseo, Tassimo und wie sie alle heißen) benutzen, sind sich aber nicht darüber im klaren, dass die Pads eigentlich eine ziemliche Umweltverschmutzung darstellen.

Das Verpackungsmaterial ist alles andere als gut für die Umwelt. In einigen Pads sind sogar richtige Plastik-Teile verbaut und das alles nur für eine Tasse Kaffee. Die Pads landen nach der Benutzung direkt im Mülleimer. Ich kann mir vorstellen, dass eine Hausfrau die viel Kaffee trinkt locker so 3-4 Pads pro Tag verbraucht und wenn die Kinder dann abends mit der Maschine noch einen Kakao oder ein Tee machen, dann ist man schnell bei täglich 10 Pads pro Familie. In Büros mit vielen Mitarbeitern ist der Verbrauch natürlich noch höher.

Dazu kommt noch das der Kaffee sicherlich nicht ökologisch angebaut wird, sonst wären die Pads nämlich nicht zu so “günstigen” Preisen zu haben. Wobei ich es nicht mal günstig finde im direkten Vergleich zu normalen Kaffee. Ein fairer Handel findet also nicht statt. Ich denke, das die Pads auch nicht unbedingt gesund sind, da steckt bestimmt ähnlich wie in Fertiggerichten einiges an chemischen Stoffen drin, aber das kann ich nur vermuten denn mit dem Thema habe ich mich nicht richtig beschäftigt.

Was spricht also für so einen Kaffee-Automaten? Als einziger Grund fällt mir da Faulheit ein. Es ist natürlich schön innerhalb von 2 Minuten eine fertige Tasse Kaffee auf dem Tisch stehen zu haben und das Reinigen übernehmen die Maschinen auch alleine. Sehr komfortabel, aber ist dieses Luxus nötig? Fühlt man sich nicht besser, wenn man sich die Arbeit macht Kaffee und Tee selbst zu kochen und damit nicht die Umwelt zu verschmutzen?