Die DDR – Zwischen Mauer, Trabi und Club Cola

ddr_buchIn den letzten Tagen war das Thema “DDR” auf Grund des 20 jährigen Jubiläums zum Mauerfall wieder sehr in den Medien vertreten. Ich persönlich finde das Thema “Kalter Krieg” sehr interessant und hab mir vor einigen Monaten ein weiteres Buch über die DDR gekauft. Und zwar das Buch “Die DDR – Zwischen Mauer, Trabi und Club-Cola” von Manfred Schwarz.

Ich habe schon viele Bücher zum Thema DDR gelesen, aber dieses Buch unterscheidet sich von den anderen. Es ist ein Buch, dass für Jugendliche geschrieben wurde. Es werden nicht einfach nur trocken die Jahreszahlen und Fakten runter geschrieben, sondern es vermittelt auf einer sehr anschaulichen weise, wie das Leben in der DDR war. Natürlich sind auch die wichtigen Informationen dabei, aber abgerundet wird es durch typische Ostwitze (von früher), Zeitzeugen Interviews und vielen Bildern. Das Lesen hat viel Spaß gemacht, man kam sich dabei nicht vor wie im langweiligen Geschichtsunterricht. Am Ende des Buches ist außerdem eine Auflistung mit interessanten Weblinks zum Thema, was ich sehr cool fand, weil man sich dann auch nach dem Lesen noch ein bisschen weiter mit dem Thema beschäftigen kann, ohne das man lange nach Informationen suchen muss.

Das Buch ist für 16,90 Euro im Handel erhältlich.


TV Tipp: Stoerung Ost

Heute abend laeuft um 23:50 Uhr auf dem Sender “ZDF” eine ziemlich gute Reportage ueber die Punk- bewegung in der DDR. Ihr koennt euch sicher vorstellen, dass Punker in der DDR nicht gerne gesehen wurden und dort natuerlich staatlich verfolgt wurden. Im Westen hatte man es als Punk auch nicht leicht, aber das war nicht zu vergleichen mit dem was die Punks im Osten durchmachen mussten.
Wer sich fuer Punkrock oder die DDR interessiert, sollte es sich auf jeden Fall anschauen!

Hier noch eine inhaltliche Zusammenfassung:
In den 80er Jahren gab es in Ost-Berlin eine Clique jugendlicher Punks. Eine Sensation für DDR-Verhältnisse und eine ernsthafte Bedrohung für die herrschende Politik. Der Großteil des harten Kerns wurde zwangsweise zur Volksarmee rekrutiert, einige der weiblichen Cliquenmitglieder wurden in die Bundesrepublik abgeschoben. Die beiden Autorinnen Mechthild Katzorke und Cornelia Schneider gehörten zu dieser Ost-Berliner Punk-Clique und waren unter den Glücklichen, die über die Grenze kamen. Seither leben sie im Westteil von Berlin. Anläßlich ihres Films haben sie die ehemaligen Mitglieder der Clique zu einer Dampferfahrt auf der Spree eingeladen, nachdem man sich jahrelang nicht gesehen hatte. In den Archiven der ehemaligen DDR haben Katzorke und Schneider außerdem erstaunliches Material zutage gefördert, das erschreckenden Einblick gibt in die Abgründe der massiven Repressalien der ehemaligen Staatsmacht. In den Gesprächen mit den Ex-Punks wird deutlich, welche Spuren diese Behandlung in den Lebensläufen zurückgelassen hat. Private Super-8-Aufnahmen und die geliebte Musik aus der Zeit lassen das damalige Lebensgefühl im Film wieder lebendig werden.