Firefox 8.0

Offiziell erscheint der neue Firefox 8.0 erst morgen. Wer möchte, kann ihn sich aber schon vom Mozilla FTP Server herunterladen und installieren. Das habe ich vorhin gemacht und nach einigen Tests habe ich jetzt einen ersten Eindruck gewonnen.

Wenn man Firefox 8.0 installiert, wirkt das Installationsmenü neuer und moderner. Am Ende der Installation werden alle Plugins angezeigt. Hier kann man evtl. gleich aussortieren was man nicht mehr benötigt. Die Aktivierung neuer Plugins muss man ab jetzt immer bestätigen. Dadurch wird verhindert, dass sich z.B. die unbeliebten SearchBars/ToolBars einfach installieren.

Von der Oberfläche her, hat sich ansonsten wenig geändert. Es gibt jetzt bei der Suchfunktion die Möglichkeit direkt auf Twitter nach Hashtags oder Benutzern zu suchen. Nette Integration, aber ich bin mir nicht sicher ob das wirklich jemand benötigt.
Hat man mehrere Tabs geöffnet, kann man die Tabs jetzt gruppieren (wobei das ging doch auch in der Vorversion?). Gruppiert sieht man dann kleine Vorschaubilder und wenn man es  hin und herschiebt oder wieder vergrößert, gibt es nette visuelle Effekte.
HTML5 und eine verbesserte CSS Umsetzung soll es beim Firefox 8 ebenfalls geben. Das konnte ich jetzt auf die Schnelle nicht alles testen, aber klingt für uns Webentwickler ganz interessant.

Ein großes Problem gibt es beim Firefox 8.0 allerdings immer noch: Er ist langsam! Der erste Start nach einem System Neustart dauert jedes mal gefühlte 5 Minuten. Das war auch der Grund, warum ich damals zu Chrome gewechselt habe. Leider scheint, dass Problem immer noch zu bestehen. Ich weiß nicht was genau Firefox da macht, aber meine Festplatte fängt an zu rattern und das Ding hängt etwa 1 Minute lang. Versucht man etwas zu machen, bekommt man den Hinweis “Keine Rückmeldung”. Nach einiger Zeit fängt sich der Browser dann wieder und dann funktioniert er ohne Probleme. Effekt auch trotz deaktivierter Plugins und auf mehreren verschiedenen Computern.

Fazit: Mehr Sicherheit bei den Plugins ist ein Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem kann Firefox was die Schnelligkeit angeht, leider immer noch nicht mit Chrome mithalten und deswegen werde ich auch weiterhin den Google Chrome Browser verwenden.

ChromiumOS auf dem Netbook

Zugegeben ich verstehe noch nicht ganz den Sinn hinter den neuen Betriebssystem von Google, aber trotzdem habe ich mir jetzt eine erste Vorabversion mal auf meinen Netbook angeschaut. Runtergeladen habe ich mir ChromiumOS von dieser Webseite und gestartet habe ich es dann auf meinen Samsung NC10 Netbook per USB-Stick.

Der erste Start ging recht zügig. Man muss seine Sprache auswählen, die Uhrzeit einstellen, die W-Lan Verbindung einrichten und sich dann mit seinen Google Account anmelden.

Mit dem W-Lan gab es erstaunlicherweise keinerlei Probleme. Mit WinXP und Ubuntu hatte ich da immer Schwierigkeiten. Zuletzt hatte ich Win 7 und den Ubuntu Network Remix installiert und seitdem gab es aber auch keine Probleme mehr mit der Verbindung.

Der erste Eindruck nach dem Login? Hmm… sieht irgendwie wie ein geöffneter Chrome Browser aus. Einziger Unterschied, man kann den Browser nicht schließen, weil er ja praktisch das Betriebssystem ist. Man gewöhnt sich eigentlich recht schnell an die Arbeitsweise im Browser. Im Webstore gibt es erstaunlich viele Apps für ChromeOS. Theoretisch habe ich alles gefunden, was ich unterwegs mit einen Netbook benötige. Ich sage hier an der Stelle bewusst nur “theoretisch” weil die Programme natürlich nicht das bieten, was andere Programme mir in Win 7 oder MacOS bieten. Mit der steigenden Beliebtheit von ChromeOS wird sich da wahrscheinlich auch einiges ändern.

Was mir noch überhaupt nicht gefällt ist die Tatsache, dass man alle Daten in die “Cloud” speichern muss. Die Idee seine Daten immer und überall online zur Verfügung zu haben, hört sich gut an, aber will ich das? Da geht es doch auch um den Datenschutz. Ich will z.B. nicht alle meine Privatfotos bei Google speichern, sondern ich will sie lokal auf meiner Festplatte haben. Wenn ich sie unbedingt überall abrufen möchte, dann lassen sich da andere Wege finden, die datenschutztechnisch wesentlich sicherer sind. Ich vertraue Google schon viele meiner Daten an (Kalender, Mails, Adressbuch usw.), aber ich möchte wie gesagt nicht alles in die Cloud auslagern.

Einige Vorteile bringt so ein System mit sich. Man kann seinen Computer praktisch per USB-Stick überall mit hinnehmen. Es gibt keine kaputten Systeme mehr, aber ganz ehrlich die Zeit vom ewigen Neuinstallieren sind doch auch schon viele Jahre vorbei.  Seit Windows Vista und dem jetzigen Windows 7 habe ich eigentlich noch nie unerwartet große Probleme gehabt, die eine Neuinstallation des System erforderlich gemacht hätten. Die Startzeit des Systems ist mit unter 10 Sekunden ein weiterer Vorteil, aber ich brauch es nicht. Meistens ist es doch so, dass man seinen Computer starten lässt, sich dann nebenbei was zu trinken holt oder seine Tasche auspackt usw. da stören die 20 Sekunden die Windows länger braucht nicht.

Ich bin schon gespannt wie das neue Betriebssystem von Google einschlagen wird. Für mich bietet es leider noch keine Vorteile. Da mich Spielereien mit einem neuen System aber immer interessieren, werde ich es in den nächsten Wochen mal ausgiebig testen. Vielleicht ändert sich meine Meinung noch.

Google Chrome vs. Mozilla Firefox

Google Chrome wird in letzter Zeit häufig gelobt. Der Browser soll stabiler und schneller als der Mozilla Firefox sein. Da ich neue Software gerne ausprobiere, habe ich Chrome also mal getestet. Zwei Wochen lang habe ich ihn nun als Standardbrowser verwendet. So ganz “neu” ist der Browser von Google natürlich nicht, aber ich habe ihn vorher noch nicht getestet, weil mir viele Extensions gefehlt haben. Mittlerweile gibt es für den Chrome-Browser aber fast alle Erweiterungen, die es für den Firefox auch gibt.

Die Installation und Einrichtung von Google Chrome ging erstaunlich schnell. Ich konnte alle Einstellungen und Lesezeichen vom Firefox importieren. An das äußere Erscheinungsbild von Chrome, musste ich mich erst ein paar Tage gewöhnen. Mir hat die Menüleiste in der ersten Testphase sehr gefehlt. Jetzt komme ich auch ganz gut ohne Menüleiste klar. Das ist wohl nur eine Sache der Gewohnheit.

Ansonsten sind mir bei Chrome keine Vor- oder Nachteile gegenüber Firefox aufgefallen. Zwar wird der Chrome Browser wie oben schon erwähnt sehr oft für seine Schnelligkeit gelobt, aber ich habe keine spürbare Geschwindigkeitsverbesserung gegenüber dem Firefox bemerkt. Die Stabilität von Firefox kann ich auch nicht bemängeln, da der Browser bei mir immer sehr stabil läuft und nicht abstürzt.

Nun weiß ich nicht für welchen Browser ich mich entscheiden soll. Mir gefallen beide gut. :-D Welchen Browser benutzt ihr und wo seht ihr die Vorteile?