Und Gott chillte

Das Buch “Und Gott chillte – Die Bibel in Kurzgeschichten” ist aus einem Rekordversuch heraus entstanden. Das Portal evangelisch.de hatte dazu aufgerufen, die Bibel neu zuschreiben und zwar im modernen Stil alla Twitter. Ausgewählte Textpassagen der Bibel sollten in 140 Zeichen wiedergegeben werden. An der Aktion beteiligten sich ca. 9000 Menschen. Seit Oktober 2009 gibt es die Bibel-Tweets nun als Buch zu kaufen.

Ich habe mir das Buch erst vor einem Monat gekauft und muss leider sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Geworben wird mit einigen sehr witzen Textzusammenfassungen.

Hier mal zwei Beispiele:

Am siebten Tag war Gott fertig mit seinem Kreativ-Projekt, fand das Ergebnis genial und beschloss ab jetzt zu chillen (1. Mose 2, 1).

Gott ist der Oberchecker! Er ist voll korrekt, was er sagt, ist Ansage und er bleibt unser Big Daddy forever (Psalm 117, 1)!!!

Diese beiden Sätze sind dann leider auch schon die kreativen Highlights des Buches. Die anderen Zusammenfassungen sind eher unlustig und etwas Bibel-Typischer. Mir ist natürlich klar, dass man nicht jede Aussage der Bibel in so einer modernen/lustigen Sprache wiedergeben kann, aber etwas witziger hätte ich mir das Buch im allgemeinen echt vorgestellt. Das Lesen macht auf Dauer keinen Spaß, da kann man sich auch gleich die echte Bibel durchlesen. Trotzdem finde ich die Idee klasse! Die Kirche ist viel zu altmodisch und uninteressant für uns junge Menschen. Da ist es echt mal eine gelungene Ausnahme gewesen, dass die Kirche sich mit einem modernen Medium wie Twitter auseinandergesetzt hat. Es scheint auch teilweise ganz gut zu funktionieren, immerhin habe ich mich z.B. kurzzeitig mal wieder mit der Kirche und der Bibel beschäftigt, obwohl ich mich eigentlich für beides überhaupt nicht interessiere. ;-)

Scheissleben

Zu Weihnachten habe ich das Buch “Scheissleben: Alles wahr, alles witzig, solange es nicht dir passiert …” geschenkt bekommen. Entstanden ist das Buch aus einem französischen Blog. In dem Blog geht es darum, dass Menschen über ihre alltäglichen Missgeschicke berichten. Für alle Ausstehenden ist es natürlich sehr witzig, für den Betroffenen ist es einfach nur peinlich oder blöd gelaufen. Hier mal ein Beispiel:

Heute ist meine Oma auf meinen Laptop gestiegen, “um zu sehen, wie viel sie wiegt” – sie dachte, es sei eine Waage. Jetzt wissen wir es, sie wiegt 900 Euro. SL

Insgesamt sind in dem Buch 850 solcher Mini-Geschichten. Bei manchen Geschichten muss man echt lachen und hat Mitleid mit den Personen denen es passiert ist. Einige Geschichten sind eher so durchschnittlich und nicht besonders lustig. Ein paar einzelne Geschichten wurden schlecht übersetzt oder sind einfach nur für Franzosen lustig. Insgesamt ist das Buch aber sehr interessant und man hat einiges zum Lachen! Hier könnt ihr es auf Amazon.de bestellen.

Plastikpacker

plastikpackerTupperware sollten wir alle kennen. Ich bin praktisch damit aufgewachsen, weil meine Mutter ganze Schränke mit dem Zeug gefüllt hat. Die Brotdose für die Schule, der Trinkbecher, die Müslischüssel… sogar Spielzeug hatten wir von Tupperware. Ich muss sagen, die Produkte sind nicht schlecht. Immerhin haben einige mich in meinem ganzen Leben begleitet und sie sind heute noch in der Küche meiner Eltern zu finden. Komischerweise sehen die Teile nach gut 20 Jahren immer noch gut aus und sind auch eigentlich noch ganz trendig.

Meine erste Tupperparty habe ich im Alter von 8-10 Jahren besucht… was heißt besucht? Ich war sogar sozusagen ein Verkäufer. Ich kann mich aber nicht mehr so genau daran erinnern. Ich weiß nur noch das meine Tante damals Tupperpartys veranstaltet hat und als ich mal bei ihr übernachtet habe, durften wir ihr bei ihrer Vorführung assistieren. Als ich dann ungefähr 16 Jahre alt war, habe ich die erste Tupperparty als Gast erlebt. Meine Cousine war damals die Gastgeberin und ich bin einfach zum Spaß mit zu der Party gegangen, weil ich meine Mutter begleiten wollte. Auf dieser Party habe ich dann auch mein erstes eigenes Tupperware-Produkt geschenkt bekommen. Die Gäste bekommen auf solchen Partys immer eine Kleinigkeit geschenkt. Zwar konnte ich damals noch nichts mit diesen komischen Plastik-Sieb anfangen, aber meine Mutter meinte ich sollte es mir für meinen eigenen Haushalt zur Seite legen. Wahrscheinlich hat sie sich in diese Situation noch nicht vorstellen können, dass ich ca. 1 Jahr später meinen eigenen Haushalt haben würde. So kam es dann aber und ich habe dieses Sieb heute sogar manchmal im Einsatz. Es ist allerdings das einzige Tupperware-Produkt. Ich war seitdem auf keinen Partys mehr und ehrlich gesagt brauche ich das Zeug auch nicht unbedingt. Normale Plastikschüsseln haben zwar keine 30 jährige Garantie, aber sie erfüllen ihren Zweck genauso gut.

Jetzt fragt ihr euch sicherlich wie ich überhaupt auf dieses Thema komme? Tim Reckmann aus Hamm (meiner alten Heimatstadt) hat ein Buch über seine Karriere als männliche Tupperware-Beraterin geschrieben. Es heißt “Plastikpacker” und kann z.B. über Amazon.de bestellt werden. Ich hab mir das Buch direkt von Tim liefern lassen und mittlerweile komplett durchgelesen. Ich war echt überrascht, wie streng organisiert diese Partys sind, was es für Treffen gibt und was man für “Aufstiegsmöglichkeiten” hat. Ich dachte immer diese Partys würden nur Frauen veranstalten, die sonst keinen Job finden und zu viel Langeweile haben. Überrascht war ich auch über die Schwierigkeiten die Tim als Beraterin hatte. Ja, Beraterin… es gibt nämlich offiziell keine Berater. Männer werden von Tupperware nicht ganz so ernst genommen… Ich bin noch ganz schockiert von den letzten Kapiteln des Buches. ^^ Wer mehr erfahren will, sollte sich das Buch kaufen. Es ist ganz gut geschrieben und gibt einen wirklich guten Eindruck über die Tätigkeiten der Beraterinnen. Eine klitzekleine Kritik gibt es allerdings zu dem Buch. Es sind einige Rechtschreib- und Satzbau-Fehler nicht korrigiert worden. Das stört allerdings nicht so besonders beim Lesen und immerhin ist es sein erstes Buch. ;-)

Die DDR – Zwischen Mauer, Trabi und Club Cola

ddr_buchIn den letzten Tagen war das Thema “DDR” auf Grund des 20 jährigen Jubiläums zum Mauerfall wieder sehr in den Medien vertreten. Ich persönlich finde das Thema “Kalter Krieg” sehr interessant und hab mir vor einigen Monaten ein weiteres Buch über die DDR gekauft. Und zwar das Buch “Die DDR – Zwischen Mauer, Trabi und Club-Cola” von Manfred Schwarz.

Ich habe schon viele Bücher zum Thema DDR gelesen, aber dieses Buch unterscheidet sich von den anderen. Es ist ein Buch, dass für Jugendliche geschrieben wurde. Es werden nicht einfach nur trocken die Jahreszahlen und Fakten runter geschrieben, sondern es vermittelt auf einer sehr anschaulichen weise, wie das Leben in der DDR war. Natürlich sind auch die wichtigen Informationen dabei, aber abgerundet wird es durch typische Ostwitze (von früher), Zeitzeugen Interviews und vielen Bildern. Das Lesen hat viel Spaß gemacht, man kam sich dabei nicht vor wie im langweiligen Geschichtsunterricht. Am Ende des Buches ist außerdem eine Auflistung mit interessanten Weblinks zum Thema, was ich sehr cool fand, weil man sich dann auch nach dem Lesen noch ein bisschen weiter mit dem Thema beschäftigen kann, ohne das man lange nach Informationen suchen muss.

Das Buch ist für 16,90 Euro im Handel erhältlich.