Wahlpflicht für alle Bürger

In den letzten Wochen war mal im Gespräch, dass jeder Bürger verpflichtet werden soll, sich an den Wahlen in Deutschland zu beteiligen. Einige CDU/CSU Politiker wollten damit erreichen, dass die Wahlbeteiligung in unserem Land wieder steigt. Ich persönlich muss sagen, dass ich absolut dagegen bin. Warum sollen Menschen wählen, die sich nicht für Politik interessieren und auch keine Ahnung davon haben? Und vor allem wem soll das etwas bringen. Ich denke, es wird nur den großen Parteien etwas bringen. Die Leute, die keine Ahnung haben, kreuzen wahrscheinlich das an, was gerade aktuell an der Macht ist oder eben die andere größere Partei, weil man die beiden größten Parteien wohl noch am besten kennt.

Die kleinen Parteien werden davon nichts haben, denn niemand der sich nicht für Politik interessiert, weiß was für ein Ziel die kleinen Parteien verfolgen. Das einige CDU/CSU Politiker dafür sind, ist also sehr logisch und gut für ihre Partei. Ich hoffe, aber dass sich dieses Gesetzt nicht durchsetzen wird. Nicht jede kleine Partei hat gute Ziele, aber das sie ein gewisses Mitspracherecht haben ist sehr wichtig. In der Vergangenheit wurden einige wichtige Entscheidungen von den kleinen Parteien getroffen bzw. wurden von den kleineren Parteien verhindert.

Fazit: Meiner Meinung nach bringt eine Wahlpflicht nichts.

Moderne Umweltverschmutzung

Fast jeder wird schon einmal einen Kaffee, Tee oder einen Kakao aus einem modernen Kaffee-Automaten getrunken haben. Hausfrauen lieben diese Maschinen und auch in vielen Büros sieht man die Dinger immer häufiger rumstehen. Die meisten Leute die diese Automaten (Senseo, Tassimo und wie sie alle heißen) benutzen, sind sich aber nicht darüber im klaren, dass die Pads eigentlich eine ziemliche Umweltverschmutzung darstellen.

Das Verpackungsmaterial ist alles andere als gut für die Umwelt. In einigen Pads sind sogar richtige Plastik-Teile verbaut und das alles nur für eine Tasse Kaffee. Die Pads landen nach der Benutzung direkt im Mülleimer. Ich kann mir vorstellen, dass eine Hausfrau die viel Kaffee trinkt locker so 3-4 Pads pro Tag verbraucht und wenn die Kinder dann abends mit der Maschine noch einen Kakao oder ein Tee machen, dann ist man schnell bei täglich 10 Pads pro Familie. In Büros mit vielen Mitarbeitern ist der Verbrauch natürlich noch höher.

Dazu kommt noch das der Kaffee sicherlich nicht ökologisch angebaut wird, sonst wären die Pads nämlich nicht zu so “günstigen” Preisen zu haben. Wobei ich es nicht mal günstig finde im direkten Vergleich zu normalen Kaffee. Ein fairer Handel findet also nicht statt. Ich denke, das die Pads auch nicht unbedingt gesund sind, da steckt bestimmt ähnlich wie in Fertiggerichten einiges an chemischen Stoffen drin, aber das kann ich nur vermuten denn mit dem Thema habe ich mich nicht richtig beschäftigt.

Was spricht also für so einen Kaffee-Automaten? Als einziger Grund fällt mir da Faulheit ein. Es ist natürlich schön innerhalb von 2 Minuten eine fertige Tasse Kaffee auf dem Tisch stehen zu haben und das Reinigen übernehmen die Maschinen auch alleine. Sehr komfortabel, aber ist dieses Luxus nötig? Fühlt man sich nicht besser, wenn man sich die Arbeit macht Kaffee und Tee selbst zu kochen und damit nicht die Umwelt zu verschmutzen?

Das Ende der Glühbirne

Es ist also nun beschlossene Sachen, dass ab 2012 keine Glühbirnen mehr hergestellt und verkauft werden. Die Glühbirnen verbrauchen einfach zu viel Strom und dadurch wird zuviel CO2 ausgeschüttet. Alleine in Europa könnte man ca. 5 große Stromkraftwerke abschalten, wenn man alle Glühbirnen (ungefähr 3,7 Milliarden) durch Energiesparlampen ersetzt.

Klingt erstmal alles super toll oder? Der Beschluss ist aber mal wieder überhaupt nicht richtig durchdacht worden. Ich frag mich langsam, warum man in der EU immer wieder Beschlüsse macht, die auf den ersten Blick gut wirken, aber im Endeffekt sowieso nichts bringen. Gründe warum man sich über diesen Beschluss aufregen kann, gibt es viele. Kritiker behaupten, es würden viele Arbeitsplätze wegfallen. Das mit den Arbeitsplätzen sehe ich allerdings nicht so kritisch. Viel mehr ärgert mich, dass man der Umwelt etwas gutes tun will, aber in der Realität wird man ihr schaden.

Alle Haushalte sollen nämlich auf Energiesparlampen umsteigen. Das kommt natürlich erstmal der Wirtschaft zugute, da die Anschaffungskosten pro Haushalt nicht gerade gering sind. So, die Energiesparlampen haben aber eine sehr geringe Lebenserwartung. Besonders in Treppenhäusern mit vielen Schaltvorgängen gehen die Energiesparlampen schnell kaputt. In einem durchschnittlichen Treppenhaus werden die Lampen ca. 20 mal pro Tag ein und wieder ausgeschaltet, in so einem Treppenhaus würde eine Energiesparlampe nur ungefähr 1 Jahr halten. Danach muss sie entsorgt werden. Die Entsorgung ist bei den Energiesparlampen aber gar nicht so einfach. Das Quecksilber im Inneren sorgt nämlich dafür, dass man die Energiesparlampen eigentlich nicht im normalen Hausmüll entsorgen darf. Viele Leute werden es natürlich trotzdem machen. Wenn man die Energiesparlampen richtig entsorgen will, muss man sie am Recycling-Hof abgeben und wie kommt man dahin? Richtig, mit dem Auto was natürlich der Umwelt schadet…

Das heftigste Argument gegen Energiesparlampen habe ich dann heute im Fernsehen (kein Privatsender :-D ) gehört und zwar gab es einige Studien zu diesem Thema und man hat herausgefunden, dass das Licht der Energiesparlampen auf den Menschen “kälter” wirkt. Nicht nur kalt im Sinne einer kalten Farbe, sondern auch das menschliche Temperaturempfinden ändert sich. In den Studien haben Leute die in Haushalte mit Energiesparlampen leben, die Räume durchschnittlich 2-3 Grad wärmer geheizt als vorher ohne Energiesparlampen. Wenn man also nicht gerade eine ultra umweltfreundliche und kostengünstige Heizanlage hat, bringt das auch nur Nachteile.

Meiner Meinung nach sollte man mehr Geld in die Entwicklung von LEDs stecken, damit die Produktion günstiger wird und sie auch in Haushalte einsetzbar sind. Damit würde man nämlich wirklich etwas für die Umwelt tun, da sie kaum Strom verbrauchen und eine sehr hohe Lebenserwartung haben.

In Großraumbüros wo morgens das Licht eingeschaltet wird und abends wieder aus, sind Energiesparlampen mit Sicherheit nicht verkehrt aber in Haushalten bringen sie wie gesagt nichts.

Der Beschluss für 2012 ist also weder durchdacht noch sinnvoll. Wahrscheinlich hat man das alles sowieso nur beschlossen, damit niemand sagen kann man hätte überhaupt nichts für die Umwelt getan. :-P