Django Asül – Fragil
Am Freitag waren wir bei "Django Asül". Er ist mit seinem aktuellen Programm "Fragil" auf einer kleinen Veranstaltung in unserer Stadt aufgetreten.
Als ich die Karten eine Woche vorher gekauft habe, war ich noch etwas skeptisch ob sich die 19 Euro pro Karte wirklich lohnen würden und ob Django wirklich lustig ist. Ich habe zwar schon hier und da mal etwas von ihm gehört z.B. in der Kabarett-Show "Neues aus der Anstalt" (ZDF), aber so die große Medienaufmerksamkeit wie sie etwa Dieter Nuhr bekommt, hat Django bis jetzt noch nicht bekommen. Vielleicht will er es aber auch gar nicht...
Das Programm war jedenfalls ziemlich lustig und sehr politisch. Mir hat es super gefallen! Niveaulose Comedy-Sendungen alla Mario Barth bekommt man schließlich auf jedem Privatfernsehsender fast täglich zu sehen. Da war die Kabarett-Vorstellung eine gelungene Abwechslung. Django war total locker drauf und keiner von diesen Typen die sich denken "Ich war mal im Fernsehen, ich bin jetzt ein Star". In der Pause ist er im Bierzelt rumgelaufen und hat sich mit dem Publikum unterhalten und auch am Ende der Show hat er sich noch Zeit für Fragen und Autogrammwünsche genommen.
Vielleicht sollte man öfters mal Shows von Künstlern besuchen, die nicht so mega berühmt sind, schlechter oder weniger lustig sind sie schließlich nicht.
Falsche Sicherheit in unserem Land
Die meisten Rechenzentren sind heute Hochsicherheitsgebiete. Von außen und innen werden sie per Kameras überwacht. Es sind rund um die Uhr Mitarbeiter vor Ort. Security-Dienste bewachen die Gebäude in der Nacht und innerhalb des Gebäudes kommt man auch nicht so einfach zu den dort stehenden Servern. Man muss sich ausweisen können und Kunde sein um in die Räume zu kommen. Die einzelnen Schränke (Racks), in denen die Server stehen, sind noch einmal extra abschließbar. Einzelne Kunden, die noch mehr Wert auf Sicherheit legen, z.B. Banken mieten eigene Räume oder lassen sich ihre Racks im Raum separat einzäunen. Ein gutes Rechenzentrum lässt sich durch den TÜV oder andere Unternehmen zertifizieren um einen Nachweis zu haben, dass sie Wert auf Sicherheit legen. Auf den Servern liegen natürlich viele sensibele Daten und man kann verstehen, dass die Computer so bewacht werden.
Warum erzähl ich euch das ganze? Am Samstag haben unsere Stadtwerke einen sogenannten "Tag der offenen Tür" gefeiert. Ich bin dort hingegangen und habe u.a. eine Führung durchs Wasserwerk mitgemacht und ich war danach absolut geschockt! In dem Wasserwerk wird die gesamte Trinkwasserversorgung unserer Stadt gesteuert und das Wasser wird in die einzelne Gebiete gepumpt. Jetzt wäre ich davon ausgegangen, dass die Räumlichkeiten dort ebenfalls gut gesichert und bewacht sind, aber das Gegenteil war der Fall. Die Tür des Gebäudes war eine einfach Glastür mit einem normalen Schloss. Es gab keine Kameras und während der Führung stand die Tür ungefähr 2 Stunden lang unbewacht offen. Der Schacht in dem das aufbereitete Trinkwasser gelagert ist, ist nur mit einer einfachen Metallplatte gesichert. Für Terroristen wäre der Einbruch in so ein Wasserwerk das reinste Kinderspiel, aber die Folgen wären sehr fatal. Man kann so eine ganze Stadt innerhalb von 2 Minuten vergiften. Eigentlich sollte das Volk doch irgendwie besser geschützt sein...
Ich bin natürlich kein Freak, der auf Hochsicherheit steht und dafür ist, dass alles und jeder immer per Kamera oder sonst wie überwacht wird, aber es kann doch nicht sein, dass Computer mit virtuellen Daten besser geschützt werden als das Volk?
Baggy Pants Verbot
Der New Yorker Senator Eric Adams will in seinem Viertel (Brooklyn/NY) die dort sehr beliebten Baggy-Hosen verbieten. Vor einigen Tagen startet er eine Kampagne mit dem Slogan "Raise your pants, raise your image" (deutsch: "Zieh deine Hosen rauf, verbesser dein Image").
Adams ist der Meinung, dass die Baggy-Hosen das Image der afroamerikanisch Bevölkerung schaden. Früher wurden in den US-Gefängnissen den Gefangenen (meist Afroamerikaner) ihre Hosengürtel weg genommen als sie ins Gefängnis kamen, damit sie die Gürtel nicht benutzt um sich zu erhängen. Die Hosen rutschen ohne Gürtel also nach unten. Einige der Gefangenen haben die Hosen dann auch nach ihrer Entlassung ohne Gürtel getragen und somit begann der Modetrend der Baggy-Hosen. In den 90igern wurden die Hosen dann vor allem durch die Hip-Hop Szene bekannt, aber auch Snowboarder und Skater tragen Baggy-Pants. Heute sind die Hosen sehr beliebt und werden gerade in Amerika von vielen Jugendlichen sehr gerne getragen. Der Senator Adams versteht nicht, wie Jugendliche sich freiwillig so kleiden obwohl sie wissen, dass dieser Trend durch Gefängnisinsassen entstanden ist. Er möchte die Baggys nun an allen Schulen in seinem Viertel verbieten.
Also ich bin der Meinung, dass er sich daraus halten sollte und sich lieber um echte Probleme kümmern sollte. Ich trage selbst sehr gerne Baggys und zwar nicht weil ich damit irgendwelche afroamerikanisch Gefangene ehren oder schädigen möchte, sondern einfach weil es die bequemsten Hosen sind die es gibt. Diese Hosen bedeuten wirklich "Freiheit". Jeder der mal so eine Hose getragen hat, weiß was ich meine. Man kann sich viel besser in den Hosen bewegen und hat mehr Platz in den Taschen. In normalen "engen" Jeans-Hosen fühle ich mich immer etwas eingeengt. Die Hosen sind seit so vielen Jahren beliebt, warum sollte man sie nun verbieten? Was würde das bringen? Ich bin sogar der Meinung, dass der Senator die Hosen mit seiner Anti-Kampagne noch beliebter macht. Viele Jugendliche fahren doch auf alles total ab, was verboten ist. Wobei ich sagen muss, ein bisschen kann ich den Senator auch verstehen. Wenn die Hosen in der Schule so getragen werden, dass man die halbe Unterhose sieht (wie auf dem Bild oben), dann finde ich das auch nicht ganz so passend für den Unterricht. Eigentlich tragen die meisten aber zu den Baggys auch weite T-Shirts und so sieht man die Unterhosen meistens gar nicht.
Politiker sollten ihrer Bevölkerung nicht vorschreiben was sie anzuziehen haben. Ich werde die Baggys natürlich auch weiterhin tragen, egal was andere davon halten und welchen geschichtlichen Hintergrund sie haben.
Neue T-Shirts

Ich hab mir vor einer Woche das kostenlose T-Shirt der Piraten Partei bestellt. Heute ist es bei mir angekommen. Für ein kostenloses T-Shirt ist die Qualität ganz okay. Wer das T-Shirt oft tragen will, sollte sich aber lieber die Kauf-Version für 9 Euro holen.
Wo ich schon dabei war ein neues T-Shirt zu bestellen, habe ich mir dann auch gleich noch das "Feed Me!" T-Shirt gekauft. Das wollte ich schon lange haben, bin aber bisher noch nicht dazu gekommen es zu bestellen. Farblich passen die beiden Shirts auf jeden Fall gut zusammen.
