Buch: Guttenbergs Fall

Dank BlogDeinBuch habe ich das Buch “Guttenbergs Fall: Der Skandal und seine Folgen für Politik und Gesellschaft” bekommen. Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, als alle Medien nur noch das Thema “Guttenberg und seine Doktorarbeit” hatten. Einige von euch haben vielleicht schon wieder vergessen, was damals genau vorgefallen ist. Es ging um seine Doktorarbeit, die voll mit Plagiaten war. Für alle die es schon vergessen haben, hat der Gütersloher Verlag letzten Oktober dieses Buch veröffentlicht.

Inhaltlich wird in dem Buch sehr sachlich über den Fall berichtet. Das hat mir wirklich gut gefallen. Gerade bei Buchautoren hat man oft das Problem, dass sie für oder gegen eine Partei berichten. Das war in diesem Buch überhaupt nicht der Fall. Die SZ-Redakteure Roland Preuß und Tanjev Schultz haben den Fall chronologisch geschildert und dabei sind sie auch auf Details eingegangen, die in den üblichen Medienberichten ausgelassen wurden. Ich habe den ganzen Skandal damals mitverfolgt, aber trotzdem habe ich durch das Buch noch einige neue Informationen bekommen. Beschrieben wurde so gut wie alles. Wer hat den Skandal ins Rollen gebracht? Hatte derjenige politische Motive dafür? Wie stand Guttenbergs Partei während des Skandals zu ihm? Welche Folgen hatte es für Guttenbergs Karriere? Wie hat seine Familie reagiert? Was passierte an der Uni Bayreuth? Was hat hunderte von Internet-Usern dazu gebracht weitere Plagiate aufzudecken und wie sind sie vorgegangen? All diese Fragen werden sehr ausführlich beantwortet. Am Ende weiß man so gut wie alles über den Fall. Nur Guttenberg selbst hat sich nicht dazu bereit erklärt Fragen der Autoren zu beantworten. Das ist zwar schade, aber letztendlich wohl besser. Sonst wäre das Buch nicht so sachlich und neutral geblieben. Was ich ein bisschen lustig fand, sind hinten im Buch die Quellenangaben. Das hat man in diesem Buch ganz genau genommen. Ist aber auch verständlich, weil es sonst  viele Vorwürfe gegeben hätte.

Fazit: Das Buch ist sehr lesenswert für alle die sich ein bisschen mehr für den Fall Guttenberg interessieren oder politisch interessiert sind. Wer das Buch lesen möchte, kann es hier bestellen.

Hysterie des Körpers

Joey Kelly Hysterie des KörpersJoey Kelly finde ich als Sportler sehr interessant. Ich habe großen Respekt vor dem was er im Sport alles erreicht hat. Als Sänger haben er und seine restliche Kelly Familie mich nie interessiert. Da das Kelly Fieber aber bekanntlich schon lange vorbei ist, hört man in den letzten Jahren fast ausschließlich nur noch über Joey’s sportliche Erfolge etwas in den Medien. Mich fasziniert was für eine Ausdauer Joey hat und in wie vielen verschiedenen Sportarten er gut abschneidet und wie hart er dafür trainiert.

Durch Zufall habe ich mitbekommen, dass Joey über seinen Lauf (einmal quer durch Deutschland) ein Buch geschrieben hat. Unterwegs hat er nur Nahrung zu sich genommen, die er in der Natur gefunden hat. Er hat keine Lebensmittel von anderen Leuten angenommen und selbst auch keine Vorräte mitgenommen.

In seinem Buch beschreibt er, wie sein Körper auf die neue Situation reagiert hat. Jeden Tag zwischen 40 und 70km zu laufen und dabei kaum Essen zu bekommen, ist für den Körper ein völlig ungewohnter Zustand. Trotz aller Schwierigkeiten hat Joey sein Ziel aber erreicht. Während des Laufens hat er sich über seine musikalische und auch über seine sportliche Vergangenheit Gedanken gemacht. Mich hat der sportliche Teil mehr interessiert, aber jetzt im Nachhinein muss ich sagen, dass ich die Hintergrundgeschichten der Kelly Family auch nicht uninteressant finde. Mit der Musik kann ich zwar nichts anfangen, aber trotzdem ist es irgendwie beeindruckend welchen Weg sie gegangen sind und wie erfolgreich sie dabei waren.

Eine Stellen in dem Buch handelten auch von Joey’s Teilnahme am Triathlon in Roth. Als Rother, der jedes Jahr mitbekommt was hier während des Triathlons in der Stadt los ist, hat mich das besonders interessiert. In Roth hat Joey’s sportliche Karriere quasi angefangen. Das wusste ich noch nicht und ich wusste auch nicht, dass er in seinen Buch einiges über Roth geschrieben hat. Das war nicht der Grund warum ich es gelesen habe, aber es war dann eigentlich für mich mit das interessanteste in dem Buch.

Ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen. Es ist an keiner Stelle langweilig. Wer selbst Ausdauersport macht und auch an Wettkämpfen teilnimmt, wird viele Stellen in dem Buch interessant finden.

Übrigens macht Joey zur Zeit eine Live Tour in der er über sein Buch und über weitere Themen zum Ausdauersport, Willen und Zielsetzungen spricht. Da mich das Buch so fasziniert hat, werde ich auch seine Live tour besuchen. Das Ticket ist schon bestellt.  8-)

Kindle 3 vs. Kindle 4

Vor kurzer Zeit hat Amazon neue Kindle Modelle vorgestellt. In diesem Blog Eintrag vergleiche ich nun den neuen Kindle der vierten Generation mit dem “alten” Kindle 3, den Amazon weiterhin als “Kindle Keyboard” verkauft.

Äußerlich hat sich einiges verändert. Der Kindle ist kleiner geworden und die Tastatur hat man weggelassen.

Außerdem fehlen die Lautsprecher um sich Bücher vorlesen zu lassen. Der neue Kindle wiegt etwas weniger als sein Vorgänger. Vom Lesen und dem Schriftbild hat sich nichts wesentliches verändert.

Technisch hat der Kindle 3 weiterhin die Nase vorn. Zwar gibt Amazon an, dass der neue Kindle die Bücherseiten deutlich schneller aufbaut, davon merkt man in der Praxis aber relativ wenig. Es ist kaum ein Unterschied bemerkbar. Der Kindle 3 hat deutlich mehr Speicherplatz und der Akku hält länger. Wie oben schon angesprochen, kann er Bücher vorlesen, was der neue Kindle überhaupt nicht kann. Die Menüs sind beim Kindle 3 nur in englischer Sprache. Beim neuen Modell kann man viele verschiedene Sprachen wählen. Leider fällt das Bedienen des Kindles ohne Tastatur deutlich schwerer. Wenn man sich Notizen machen möchte oder im Amazon Store nach neuen Büchern suchen möchte, muss man die virtuelle Tastatur per Curser-Tasten bedienen, dass ist viel schwerer und braucht mehr Zeit.

Wer viel ließt, sollte sich überlegen den Kindle Keyboard zu kaufen. Wer Wert auf ein kleines Gerät legt und nicht so hohe technische Ansprüche hat, wird mit dem Kindle 4 gut zurecht kommen. Hier ist es allerdings ratsam sich die Bücher über einen Computer auf der Amazon Webseite zu kaufen, da das suchen über den Kindle keinen Spaß macht ohne Tastatur. Preislich ist der neue Kindle mit 99 Euro für Einsteiger recht günstig. Den Kindle 3 gibt es mittlerweile in der Wi-Fi Version für 119 Euro. Wer das Geld hat, sollte sich meiner Meinung nach lieber den 20 Euro teureren Kindle Keyboard kaufen.

Amazon Kindle

Mitte Juli habe ich mir den Amazon Kindle gekauft. Ich wollte schon lange ein eBook Reader haben, konnte mich aber nie für einen bestimmten entscheiden. Als ich mehr über den Kindle gelesen habe, wusste ich aber das es das aktuell wohl beste Gerät mit dem größten Angebot auf dem Markt ist.

Amazon bietet sehr viele Bücher als eBooks an und viele Klassiker sogar kostenlos. Die Bücher kann man über die Webseite oder direkt über den Kindle kaufen und sie werden dann direkt aufs Gerät übertragen. Wenn man sich für die Kindle-Version ohne 3G entscheidet, muss man aber in einem W-Lan Netz sein oder den Reader per USB mit dem Computer verbinden. Ich habe mir den Kindle ohne 3G gekauft, weil ich noch nie spontan auf die Idee gekommen bin, dass ich unterwegs ein Buch brauche. Mir reicht die Wi-Fi Version.

Das Lesen der Bücher macht auf dem Gerät richtig Spaß. Das Display wirkt fast wie eine Seite vom echten Buch. Man kann super im Sonnenlicht lesen. Was z.B. beim iPad nicht der Fall ist. Das iPad kann zwar ansonsten viel mehr Sachen, aber zum Lesen von eBooks mag ich es nicht, weil es einfach zu sehr spiegelt bzw. im Sonnenlicht reicht die Leuchtkraft des Displays einfach nicht aus. Beim Kindle wird eine andere Technologie benutzt. Wie genau es funktioniert, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es irgendwas mit magnetischer Anordnung der Tinte ist… fragt mich nicht.  :mrgreen: Das Display des Kindles leuchtet nicht, daher kann man nicht im Dunklen damit lesen, was beim iPad möglich ist. Die eBook Reader versuchen so gut es geht ein echtes Buch nach zu bilden und echte Bücher leuchten nun mal auch nicht. Der Vorteil von solchen Displays ist ganz klar, dass die Augen auch bei langen Lesezeiten nicht müde werden. Der Kindle liegt auch ganz gut in der Hand. Wobei es am Anfang schon etwas ungewohnt ist im vergleich zu herkömmlichen Büchern.

Das Menü ist übrigens komplett in Englischer Sprache, was meiner Meinung nach aber nicht schlimm ist. Die paar Wörter sollte jeder Verstehen, der mal mit der Englischen Sprache in Kontakt gekommen ist.

Was mir besonders gefällt, man kann Bücher innerhalb von einer Minute bekommen. Bei herkömmlichen Büchern muss man erst in ein Geschäft gehen oder man bestellt sie online, hat sie dann aber auch frühestens erst am nächsten Tag. Außerdem gefällt mir die integrierte Duden App. Einfach zu einen Wort scrollen und schon bekommt man kurz angezeigt, was es bedeutet. Gerade beim Lesen von Fachbüchern spart das wahnsinnig viel Zeit. Man kann den Begriff auch direkt bei Wikipedia nachschlagen oder falls es ein Englisches Buch ist kann man sich den Begriff übersetzen lassen. Das alles spart nicht nur Zeit, sondern meiner Meinung nach konzentriert man sich dann auch mehr aufs Buch, weil man nicht in anderen Medien erst suchen muss wovon der Autor gerade schreibt. Der Browser ist für Wikipedia ganz okay, aber für mehr taucht er meiner Meinung nach zur Zeit leider noch nicht. Der Browser dient bis jetzt auch nur zu Testzwecken. Amazon wird da wohl noch einiges verbessern müssen.

Der Akku hält wahnsinnig lang. Angegeben werden ungefähr 2 Monate. Wobei das natürlich vom Nutzer abhängig ist. Strom wird jedenfalls nur verbraucht wenn man eine Seite neu aufbauen lässt. Das reine Anzeigen einer Grafik/Text verbraucht keinen Strom, nur der Wechsel. W-Lan und 3G verbrauchen natürlich auch einiges an Strom, aber es hält sich in Grenzen und man kann die Funktionen deaktivieren, wenn man sie gerade nicht benötigt.

Der Kindle kann Englische Bücher vorlesen. Die Funktion ist vielleicht ganz nützlich für manche Leute, aber ich brauche sie nicht. Weder in Englisch noch in Deutsch, ich lese lieber selbst. MP3s oder Hörbücher kann der Kindle auch abspielen wobei ich mir hier die Frage stelle wofür? Heute kann das jedes Handy und die Leute ohne Handy haben einen MP3-Player der wesentlich kleiner ist und wohl auch besser geeignet zum Hören von Musikdateien.

Einziges Manko was ich sehe, ist der Preis der eBooks. Oft werden bei aktuellen Büchern die Preise einfach 1:1 übernommen. Meiner Meinung nach ist ein eBook aber weniger Wert. Das eBook muss nicht gedruckt und nicht verschickt werden, dadurch spart man doch schon Geld. Wahrscheinlich wird sich da erst was ändern, wenn eBooks den Markt mehr beherrschen.

Fazit: Der Kindle ist ein tolles Gerät. Mir gefällt das Display sehr. Keine Spiegelungen und keine Störung durch Sonnenlicht.  Man kann in den Urlaub fahren und über 3000 Bücher auf dem Gerät haben ohne das man 100kg Gepäck mit sich herrumschleppen muss. Die Bücher sind innerhalb von kurzer Zeit auf dem Gerät. Mir fehlt das  Gefühl ein echtes Buch in den Händen zu halten nicht.

Es gibt sicherlich noch einige Sachen die in Zukunft verbessert werden können, aber zur Zeit ist der Kindle wohl das beste Gerät auf dem Markt. Ich bin jedenfalls ganz zufrieden.