Die meisten Rechenzentren sind heute Hochsicherheitsgebiete. Von außen und innen werden sie per Kameras überwacht. Es sind rund um die Uhr Mitarbeiter vor Ort. Security-Dienste bewachen die Gebäude in der Nacht und innerhalb des Gebäudes kommt man auch nicht so einfach zu den dort stehenden Servern. Man muss sich ausweisen können und Kunde sein um in die Räume zu kommen. Die einzelnen Schränke (Racks), in denen die Server stehen, sind noch einmal extra abschließbar. Einzelne Kunden, die noch mehr Wert auf Sicherheit legen, z.B. Banken mieten eigene Räume oder lassen sich ihre Racks im Raum separat einzäunen. Ein gutes Rechenzentrum lässt sich durch den TÜV oder andere Unternehmen zertifizieren um einen Nachweis zu haben, dass sie Wert auf Sicherheit legen. Auf den Servern liegen natürlich viele sensibele Daten und man kann verstehen, dass die Computer so bewacht werden.
Warum erzähl ich euch das ganze? Am Samstag haben unsere Stadtwerke einen sogenannten “Tag der offenen Tür” gefeiert. Ich bin dort hingegangen und habe u.a. eine Führung durchs Wasserwerk mitgemacht und ich war danach absolut geschockt! In dem Wasserwerk wird die gesamte Trinkwasserversorgung unserer Stadt gesteuert und das Wasser wird in die einzelne Gebiete gepumpt. Jetzt wäre ich davon ausgegangen, dass die Räumlichkeiten dort ebenfalls gut gesichert und bewacht sind, aber das Gegenteil war der Fall. Die Tür des Gebäudes war eine einfach Glastür mit einem normalen Schloss. Es gab keine Kameras und während der Führung stand die Tür ungefähr 2 Stunden lang unbewacht offen. Der Schacht in dem das aufbereitete Trinkwasser gelagert ist, ist nur mit einer einfachen Metallplatte gesichert. Für Terroristen wäre der Einbruch in so ein Wasserwerk das reinste Kinderspiel, aber die Folgen wären sehr fatal. Man kann so eine ganze Stadt innerhalb von 2 Minuten vergiften. Eigentlich sollte das Volk doch irgendwie besser geschützt sein…
Ich bin natürlich kein Freak, der auf Hochsicherheit steht und dafür ist, dass alles und jeder immer per Kamera oder sonst wie überwacht wird, aber es kann doch nicht sein, dass Computer mit virtuellen Daten besser geschützt werden als das Volk?
Glaube kaum das da was passiert, wenn ich da eine Packung Quecksilber oder der gleichen reinschmeisse, wird das durch zig Kubikliter Wasser verdünnt und IN den Leitungen die dann wirklich vom Wasserwerk rausgehen, sind ebenfalls noch mal Sensoren die rund um die Uhr Messwerte ermitteln. Finds ehr ekliger, das das durch Rohre fließt die da schon Jahrzehnte in der Erde/Haus lang gehen und bestimmt schon total versüfft sind
Tja, Sicherheit ist das was wir uns wünschen.
Ich habe in sogut allen Ver-und Entsorgungswerken schon Praktikas gemacht und Sicherheit ist dort durch einen Zaun gegeben.
Ein Zaun um die Anlagen herum.
Wenn man an das Rechenzentrum kommt eines Wasserwerkes ist noch nicht so schlimm, legt man halt die Versorgung lahm.
Soweit ich das weiß ist die Technik hauptsächlich für die interne Steuerung vorhanden.
Ins Wassernetz wird das Wasser nicht wie Energie oder so über ein Rechenzentrum verteilt sondern über den Wasserdruck der durch Höhenunterschiede erreicht wird, wie mit Wassertürmen.
Wo man etwas terroristisches machen kann ist, wenn man an die Wasserleitung kommt die nach dem Werk liegt, also wo das Wasser aus dem Werk rausgeht.
Wenn man dort an die Leitungen rankommt, dann könnte man was einfüllen.
Quecksilber ist uneffektiv. Die Giftigkeit ist nicht hoch genug.
Aber es gibt genug andere Sachen die giftig genug sind und die in kleinen Dosen wirken und somit sich sicherlich darüber gut verteilen liessen.
@Schulle: Quecksilber würde bestimmt nicht reichen, aber es wird bestimmt Stoffe geben die in einer bestimmten Menge schon viel Schaden anrichten können. Von weiteren Sensoren in den Leitungen die Außerhalb des Werkes liegen, haben die beiden Mitarbeiter dort nichts erwähnt und ich denke, dass wird auch nicht bewacht. Die Überwachung würde doch eh nichts bringen, wenn nicht rund um die Uhr Personal vor Ort ist um im Notfall die Leitungen dicht zu machen. Vielleicht ist es in anderen Städten so, aber bei uns scheint die Technik noch sehr veraltet zu sein.
Was die alten Leitungen in Häusern angeht, dass finde ich auch ekelhaft. Zum Glück wohne ich in einem Neubau. Wobei man sich da auch nicht sicher sein kann ob durch irgendwelche Sparmaßnahmen einfach minderwertiges Material verarbeitet wurde, dass mit der Zeit Substanzen an das Wasser abgibt. ^^
@Sebastian: Ich meinte nicht unbedingt nur die Rechenzentren des Wasserwerkes. Falls die bei uns überhaupt eins haben.
Die Technik dort scheint noch aus den frühen 70igern zu sein. ^^ Naja, aber sie haben schon angekündigt, dass bald große Umbauarbeiten und eine große Modernisierung anstehen. Es gibt also noch Hoffnung.
Die große Frage wäre aber auch noch ob sich Terroristen überhaupt für solche Kleinstädte interessieren. Es würde zwar schnell und viele Menschen treffen, aber das weltweite Medieninteresse wäre bei einer kleinen unbedeutenden Stadt bestimmt nicht so groß. Wenn so was in Berlin oder München passiert, dann wäre das schon was anderes.
Die Wasserwerke in Düsseldorf und Wuppertal sind aber auch nicht viel besser geschützt oder ausgerüstet.
Ferner wirken die meisten Anlagen irgendwie als wären sie aus vergangenen Tagen.
Das wunderte mich schon vor der großen Terrorgefahr ein wenig wie wenig die Sachen eigentlich geschützt sind.
Deutschland und den Städten fehlt das Geld.