Falsche Sicherheit in unserem Land

Die meisten Rechenzentren sind heute Hochsicherheitsgebiete. Von außen und innen werden sie per Kameras überwacht. Es sind rund um die Uhr Mitarbeiter vor Ort. Security-Dienste bewachen die Gebäude in der Nacht und innerhalb des Gebäudes kommt man auch nicht so einfach zu den dort stehenden Servern. Man muss sich ausweisen können und Kunde sein um in die Räume zu kommen. Die einzelnen Schränke (Racks), in denen die Server stehen, sind noch einmal extra abschließbar. Einzelne Kunden, die noch mehr Wert auf Sicherheit legen, z.B. Banken mieten eigene Räume oder lassen sich ihre Racks im Raum separat einzäunen. Ein gutes Rechenzentrum lässt sich durch den TÜV oder andere Unternehmen zertifizieren um einen Nachweis zu haben, dass sie Wert auf Sicherheit legen. Auf den Servern liegen natürlich viele sensibele Daten und man kann verstehen, dass die Computer so bewacht werden.

Warum erzähl ich euch das ganze? Am Samstag haben unsere Stadtwerke einen sogenannten “Tag der offenen Tür” gefeiert. Ich bin dort hingegangen und habe u.a. eine Führung durchs Wasserwerk mitgemacht und ich war danach absolut geschockt! In dem Wasserwerk wird die gesamte Trinkwasserversorgung unserer Stadt gesteuert und das Wasser wird in die einzelne Gebiete gepumpt. Jetzt wäre ich davon ausgegangen, dass die Räumlichkeiten dort ebenfalls gut gesichert und bewacht sind, aber das Gegenteil war der Fall. Die Tür des Gebäudes war eine einfach Glastür mit einem normalen Schloss. Es gab keine Kameras und während der Führung stand die Tür ungefähr 2 Stunden lang unbewacht offen. Der Schacht in dem das aufbereitete Trinkwasser gelagert ist, ist nur mit einer einfachen Metallplatte gesichert. Für Terroristen wäre der Einbruch in so ein Wasserwerk das reinste Kinderspiel, aber die Folgen wären sehr fatal. Man kann so eine ganze Stadt innerhalb von 2 Minuten vergiften. Eigentlich sollte das Volk doch irgendwie besser geschützt sein…

Ich bin natürlich kein Freak, der auf Hochsicherheit steht und dafür ist, dass alles und jeder immer per Kamera oder sonst wie überwacht wird, aber es kann doch nicht sein, dass Computer mit virtuellen Daten besser geschützt werden als das Volk? :-|

Baggy Pants Verbot

Der New Yorker Senator Eric Adams will in seinem Viertel (Brooklyn/NY) die dort sehr beliebten Baggy-Hosen verbieten. Vor einigen Tagen startet er eine Kampagne mit dem Slogan “Raise your pants, raise your image” (deutsch: “Zieh deine Hosen rauf, verbesser dein Image“).

Adams ist der Meinung, dass die Baggy-Hosen das Image der afroamerikanisch Bevölkerung schaden. Früher wurden in den US-Gefängnissen den Gefangenen (meist Afroamerikaner) ihre Hosengürtel weg genommen als sie ins Gefängnis kamen, damit sie die Gürtel nicht benutzt um sich zu erhängen. Die Hosen rutschen ohne Gürtel also nach unten. Einige der Gefangenen haben die Hosen dann auch nach ihrer Entlassung ohne Gürtel getragen und somit begann der Modetrend der Baggy-Hosen. In den 90igern wurden die Hosen dann vor allem durch die Hip-Hop Szene bekannt, aber auch Snowboarder und Skater tragen Baggy-Pants. Heute sind die Hosen sehr beliebt und werden gerade in Amerika von vielen Jugendlichen sehr gerne getragen. Der Senator Adams versteht nicht, wie Jugendliche sich freiwillig so kleiden obwohl sie wissen, dass dieser Trend durch Gefängnisinsassen entstanden ist. Er möchte die Baggys nun an allen Schulen in seinem Viertel verbieten.

Also ich bin der Meinung, dass er sich daraus halten sollte und sich lieber um echte Probleme kümmern sollte. Ich trage selbst sehr gerne Baggys und zwar nicht weil ich damit irgendwelche afroamerikanisch Gefangene ehren oder schädigen möchte, sondern einfach weil es die bequemsten Hosen sind die es gibt. Diese Hosen bedeuten wirklich “Freiheit”. Jeder der mal so eine Hose getragen hat, weiß was ich meine. Man kann sich viel besser in den Hosen bewegen und hat mehr Platz in den Taschen. In normalen “engen” Jeans-Hosen fühle ich mich immer etwas eingeengt. Die Hosen sind seit so vielen Jahren beliebt, warum sollte man sie nun verbieten? Was würde das bringen? Ich bin sogar der Meinung, dass der Senator die Hosen mit seiner Anti-Kampagne noch beliebter macht. Viele Jugendliche fahren doch auf alles total ab, was verboten ist. Wobei ich sagen muss, ein bisschen kann ich den Senator auch verstehen. Wenn die Hosen in der Schule so getragen werden, dass man die halbe Unterhose sieht (wie auf dem Bild oben), dann finde ich das auch nicht ganz so passend für den Unterricht. Eigentlich tragen die meisten aber zu den Baggys auch weite T-Shirts und so sieht man die Unterhosen meistens gar nicht.

Politiker sollten ihrer Bevölkerung nicht vorschreiben was sie anzuziehen haben. Ich werde die Baggys natürlich auch weiterhin tragen, egal was andere davon halten und welchen geschichtlichen Hintergrund sie haben. ;-)

Persönliche Tageszeitung

Die traditionellen Tageszeitungen sterben aus. Es gibt kaum noch junge Leute, die sich eine Tageszeitung abonnieren. Wahrscheinlich liegt es daran, dass man in einer Tageszeitung meistens keine Meldungen findet, die man nicht auch im Internet schon Stunden vorher lesen konnte. Außerdem haben die meisten Leute keine Zeit mehr sich morgens hinzusetzen und die Zeitung gemütlich beim Frühstücken zu lesen.

Vielleicht würden die einen oder anderen Leute aber auch eine Zeitung abonnieren, wenn sie nur Inhalte angeboten bekämen, die sie auch wirklich interessieren. Es gibt Menschen die interessieren sich zum Beispiel überwiegend für den Politik-Bereich einer Zeitung und möchten den Sport-Teil gar nicht lesen. Sie müssen aber trotzdem den vollen Preis der Tageszeitung bezahlen auch wenn sie die Zeitung dann nur zur Hälfte lesen und der Rest ungelesen im Papierkorb landet.

Genau mit dieser Problematik haben sich zwei Berliner Studenten beschäftigt und ein Unternehmen namens “Niiu” gegründet. Das Unternehmen bringt seit kurzem eine Tageszeitung auf den Markt, die man individuell zusammenstellen kann. Man kann aus 18 nationalen und internationalen Tageszeitungen seine persönlichen Favoriten-Bereiche zusammenstellen und bekommt diese dann als Tageszeitung gedruckt nach hause geliefert. Dich interessiert der Sport-Teil aus der Bildzeitung und der Politische-Teil der New York Times? Dann musst du jetzt nicht mehr beide Zeitungen abonnieren. Ich finde diese Idee einfach genial! Leider ist die Zeitung bisher nur in Berlin abonnierbar.  :-| In Zukunft soll man aber in ganz Deutschland die Niiu-Tageszeitung abonnieren können. Preislich liegt die individuelle Zeitung übrigens auch im “normalen” Bereich. Für Schüler/Studenten/Zivis und Azubis kostet die Zeitung 1,20 Euro pro Tag und für alle anderen 1,80 Euro.

Super Idee! Ich denke, damit wird die Zeitung auch für Leute wieder interessanter, die sich sonst ihre News nur im Internet zusammensuchen, weil sie keine Zeitung abonnieren möchten bei der sie die Hälfte sowieso nicht interessiert. Sollte die Tageszeitung bald auch in meiner Stadt verfügbar sein, werde ich den Service auf jeden Fall mal testen und dann wieder davon berichten! :-)

Aktueller Status

In den letzten Tagen kam ich leider kaum zum Bloggen. Ich habe meine Dekstop-Systeme nämlich auf Windows 7 umgestellt. Wie immer war die Umstellung mit relativ viel Arbeit verbunden. Zwar ging die Installation diesmal recht flott, (MS hat sich da echt verbessert!) aber trotzdem dauert es bis man alle Programme wieder so eingerichtet hat, wie man es braucht. Ich habe mir diesmal auch die Arbeit gemacht wirklich alles neu einzurichten. Wenn man alle Konfigurationen usw. einfach nur übernimmt ist es irgendwie nicht ganz so sauber. In den letzten Jahren hatte sich auf meinen Vista & XP Systemen ziemlich viel Müll angesammelt, wie das eben immer so ist. :-D

Ich bin erst jetzt auf Windows 7 umgestiegen, weil ich erst mal abwarten wollte wie das System ankommt und was es für Bugs gibt. Meine erste Meinung ist sehr positiv! Die Installation ging wie gesagt sehr flott, es gab bis jetzt noch keinerlei Probleme mit Abstürzen oder Programmen die nicht funktionieren und Windows 7 ist im Vergleich zu Vista um einiges schneller! Die Bedienbarkeit ist auch besser geworden. Zwar wird Microsoft immer viel vorgeworfen, dass sie keine benutzerfreundliche Systeme haben, aber meiner Meinung nach haben sie sich bei Windows 7 mal richtig Gedanken gemacht und haben einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Eine genaue Meinung über das System kann ich mir natürlich trotzdem erst bilden, wenn ich es einige Wochen aktiv eingesetzt habe.

Ja, ansonsten hatte ich auch relativ viel zu tun und dank des schönen Wetters verbringe ich auch viel Zeit außerhalb des Internets und deswegen kam der Blog mal wieder zu kurz. Wird sich aber auch wieder ändern. Jetzt wo das System wieder läuft, dass Wetter wieder schlechter wird und ich wieder mehr Lust aufs Internet habe.  :lol: