Kältetote

In den nächsten Tagen wird es richtig kalt in Deutschland. Wir haben es gut, weil wir einfach zu hause bleiben können und die Heizung aufdrehen. Wenn wir weggehen, haben wir dicke Winterjacken und wärmen uns mit heiße Getränken bei Starbucks auf. Wenn man nur eine halbe Stunde draußen ist, kann man die Kälte schon deutlich spühren und möchte am liebsten sofort wieder nach hause um sich aufzuwärmen. In Deutschland gibt es aber auch viele Obdachlose, die kein zu hause haben und den ganzen Tag auf der Straße verbringen müssen. Ich finde, wir sollten alle ein bisschen mithelfen, damit es nicht noch mehr Kältetote gibt.

Helfen ist gar nicht so schwer. Statt sich selbst ein Kaffee oder Kakao von Starbucks zu kaufen, kann man auch einfach für das Geld 4-5 warme Getränke vom nächsten Bäcker kaufen und sie an Obdachlose verschenken. Die paar Euro tun uns nicht weh. Mir persönlich plagt mein Gewissen wenn ich aus einem edel Kaffeehaus komme, mir gerade den Luxus-Kaffee reingekippt habe und draußen vor der Tür sitzen Leute auf dem kalten Boden, die kurz vorm Erfrieren sind. Heiße, gezuckerte Getränke helfen richtig gut gegen die Kälte!

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass man Tagestickets für den öffentlichen Nahverkehr kauft. Dadurch haben die Obdachlosen die Berechtigung sich in den Bahnhöfen und in den Zügen aufzuhalten. Kuschelig warm ist es dort zwar auch nicht, aber wärmer als auf der Straße. Viele Leute schmeißen die Tickets einfach weg, wenn sie ihre Shopping-Tour beendet haben, aber warum wegwerfen, wenn ihr anderen Menschen damit eine Freude bereiten könnt?

Denkt mal drüber nach!

6 Gedanken zu “Kältetote

  1. Jo, nicht nur kalt ist es sondern auch glatt. Gerade gepflegt auf den Arsch gefallen mit 2 Einkaufstüten in der Hand :-(

    Da ist man doch glatt für die Erderwärmung statt dagegen ;-)

  2. Hast du dich verletzt? :shock:
    Ich bin auch schon ein paar mal ins schleudern gekommen, aber konnte mich immer noch halten. Sah aber manchmal bestimmt auch blöd aus wie ich so rumruder um mich zu halten. :mrgreen:

  3. Naja,
    wenn die Zustände so wären wie du sie dir vorstellst.
    Hier in Frankfurt/M gibt Unterkünfte für Obdachlose, ein Kältebus sozialer Dienste fährt durch die Nacht und bietet warme/geheizte Plätze für die Betroffenen an.
    Ich wage x die These, kein Obdachloser wird hier erfrieren, wenn er denn die angebotene Hilfe annimmt.

    “Anyway” Anerkennung für dein soziales Engagement. :shock:

  4. Ganz so schön wie in Frankfurt ist es aber leider nicht überall. In vielen Städten sind die Unterkünfte überfüllt und die Obdachlosen müssen schon morgens anstehen um überhaupt ein Bett für eine Nacht zu bekommen. In vielen Unterkünften dürfen die Leute auch maximal 2 Tage am Stück bleiben, weil die Nachfrage zu hoch ist.

    Viele Jugendliche Obdachlose trauen sich auch nicht zu solchen Stellen, weil sie von zu Hause abgehauen sind und dann mit der Gefahr leben von der Polizei eingesammelt zu werden.

    Sehr zu empfehlen ist da auch das Buch von Markus Seidel mit dem Titel “Straßenkinder in Deutschland – Schicksale, die es nicht geben dürfte” (ISBN 3-548-36405-5).

    Danke für die Anerkennung! Dieses Jahr werde ich mich sowieso noch stärker engagieren. Ich habe mir schon einige Projekte rausgesucht, die ich unterstützen werde. Mehr werdet ihr dann hier im Blog erfahren.

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